Sonntag, 15. April 2012

Eneloop XX - die zweite

Ich gehe zur Zeit dem Akkuproblem nach (siehe zwei Posts weiter oben).
Wenn ich mich im Internet umsehe, hat sich in den letzten Jahren technisch nicht viel geändert.
Hohe Kapazitäten gehen immer noch mit höheren Entladeströmen und höherer Empfindlichkeit einher. Deshalb wird im allgemeinen bei den LSD-Zellen auf die sehr hohen Kapazitäten verzichtet. (LSD = Low Self Discharge / Niedrige Selbstentladung) Ansonsten sind die Abweichungen im Aufbau zwischen "normalen" Zellen und LSD-Zellen wohl nur sehr gering.
Die beste Zusammenfassung, die ich darüber gefunden habe, stand in der c't 15/2009, Seite 152 und c't 22/2007, S. 170 - leider sind die Artikel nicht frei verfügbar.
Sehr informativ ist auch die Homepage der Eneloop-Akkus: http://www.eneloop.info/de/home.html

Fasse ich die Informationen zusammen, sind die von mir beobachteten Effekte auch nicht weiter verwunderlich.
Meine Akkus haben sich nach einer Nacht übrigens soweit erholt, dass das Ladegerät (Technoline BC900 - gibt es aber auch unter anderem Namen) sie wieder erkannt hat. Es benötigt scheinbar eine Restspannung von mindestens 1 Volt für die Erkennung.
Beim Neuladen hat die Anzeige das Ladegerätes sehr unterschiedliche Kapazitäten für das Nachladen angegeben, Keine lag dabei über 2000mAh. Nach einem Tag Lagerung brauchten die Zellen wieder mindestens 200mAh beim Nachladen. Etwas zu viel für meinen Geschmack.
Ich werde wohl noch etwas weiter testen müssen.

Übrigens ist mir noch etwas an den Eneloop XX-Zellen aufgefallen. Die höhere Kapazität wird unter anderem wieder durch einen längeren Körper und einen kürzeren Plus-Kontakt erreicht. Damit hatte ich in der Vergangenheit schon Schwierigkeiten. Bei einigen Geräten ist der Plus-Kontakt nämlich etwas eingesenkt, um eine Verpolung zu vermeiden. In einigen Fällen bekamen die Hochkapazitätsakkus dann keinen Kontakt mehr.

persönliche Notiz:
Erst einmal nur die "kleineren" Eneloops kaufen.

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