Mittwoch, 18. April 2012

SanDisk Eye-Fi

Ich durfte mich gerade beruflich mit der SanDisk Eye-Fi-Karte beschäftigen.
Die Aufgabe war, eine Möglichkeit zu finden, zur Kontrolle aufgenommene Bilder schnell und zuverlässig auf einem Server abzulegen. Also wurde besagte Karte in der 4GB-Version angeschafft und ich durfte spielen.

Um es gleich vorne wech zu sagen; die Karte kann die Aufgabe erfüllen.
  1. Karte in den SD-Slot des Computers stecken (oder per mitgeliefertem Adapter in den USB-Port)
  2. Installationsprogramm von der Karte starten
  3. Account anlegen und anmelden
  4. Update der Firmware bestätigen
  5. WiFi-Netz installieren
  6. FTP-Server konfigurieren
  7. Karte in die Kamera einsetzen
  8. Fertig - funktioniert.
Klingt gut - wenn dann nicht aus dieses Kribbeln im Nacken wäre:  3. Account anlegen und anmelden - Wozu? Ich will hier ein Stück Hardware konfigurieren. Und das mit kritischen Daten (Zugriff auf WiFi und FTP-Server).

Wenn ich mich abmelde ist eine Benutzung des Programms nicht mehr möglich. Ich muss immer angemeldet sein. Wo ich angemeldet bin, ist auch schon nicht ganz klar - offensichtlich bei Eye-Fi und nicht bei Sandisk. Aber wozu diese Anmeldepflicht? Die werden doch nicht ...

Und während ich noch so sinniere kommt eine Email von Eye-Fi herein: "Kamera-Upload wurde abgeschlossen" Innen drinnen die Liste der Bilder mit Miniaturansichten. Woher kommen die? Der FTP-Server ist ein privater Server mit Passwort geschützt.
Die letzte Hoffnung, dass das installierte Programm daran Schuld war, schwand schnell. Ich habe den Rechner ausgeschaltet und die Email kam trotzdem.

Ich würde einmal sagen, Eye-Fi speichert die Verbindungsdaten zum Server. Wahrscheinlich gehen alle Bilder durch die Server von Eye-Fi und werden von dort auf das Zielsystem geschrieben. Das werde ich aber noch prüfen müssen (und ich wollte mal wieder früh ins Bett...).
Ich würde auch davon ausgehen, dass dies für alle Veröffentlichungsdienste gilt, die Eye-Fi anbietet.

[ Direckter Nachtrag: Ich habe gerade das Log der Karte gefunden. Dort steht vor jedem Upload: "Using resolved IP adress ... for server api.eye.fi" Es geht also mit 99% über einen Server bei Eye-Fi. In einem geschlossenen LAN wird das also gar nicht funktionieren... Mist!]

Und ich bin froh, dass ich zum Testen unser Gast-Netzwerk genommen habe. Ich wäre mir nämlich nicht sicher, dass diese Daten nicht auch bei Eye-Fi landen.

Also so ist die Karte im kommerziellen Bereich mit der obigen Aufgabenstellung für mich unbrauchbar.
Und privat werde ich sie so auch nicht einsetzen. Mal sehen, was die Analyse des Datenverkehrs ergibt.

Anmerkung zum Schluss:
Ich weiß, dass es den Direct-Mode zum direkten Verbinden von Karte und Rechner gibt.
Aber der kommt bei uns nur im Notfall in Frage. Und auch da weiß ich nicht, was dann von der Konfiguration bei Eye-Fi landet.


persönliche Notiz:
1. Testsystem mit Wireshark vorbereiten
2. Kiste Cola für die anstehenden Nachtsitzungen kaufen
3. Quelle für FluCard finden.

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