Donnerstag, 24. Mai 2012

Denn sie wissen was sie tun.

Gerade bin ich via FotoTV über folgendes YouTube-Video von Nokia gestolpert.

(c) Nokia

Vordergründig ist es ein Werbevideo für die Kamerafunktion des neuen Smartphone Nokia 808 - das mit der 41 Megapixel-Kamera.
In Zeiten der hitzigen Diskussionen um die dagegen geradezu bescheidenen 36 Megapixel einer Nikon D800 wirkt eine solche Kamera natürlich erst einmal wie ein Treppenwitz der Geschichte. Reine Werbemasche?
Das Video enthält eine Reihe von Details, die mir zu denken geben.

  • größerer Chip
  • Croppen als Zoomersatz (was bei 41 MPixel auch funktioniert)
  • Zusammenfassen von Pixeln zu einem "besseren" Bildpunkt
  • ...

Erwartet hatte ich das schon länger. Die Ideen sind nahe liegend. Und sie werden - wenn wir ehrlich sind - von uns schon lange bei der Nachbearbeitung aktiv eingesetzt. Aber diese zum Prinzip in der Kamera zu machen, ist ein neuer Schritt weiter auf dem Weg.
Ich gehe davon aus, dass wir hier die Technik der zukünftigen Point-and-Shoot-Kameras vor uns haben.

Und Teile davon werden wir in Kürze auch im Profisegment finden. Mein Tipp: Die Zusammenfassung der Pixel zu einzelnen Bildpunkten wird der Anfang sein.
Ein Bayer-Area = ein Bildpunkt zum Beispiel. Für 12 Megapixel Endergebnis benötigt man einen 48 Megapixel-Sensor. Das liegt im Bereich des machbaren. Die Diskussion um die Objektivgüte können wir dann wieder hinten an stellen. Ganz in Gegenteil - eine gewisse Unschärfe hilft hier. Dennoch erwarte ich von diesem Vorgehen deutlich besser gezeichnete Farben.
Aber noch ist das Zukunftsmusik. Wie lange hat es bei Nokia gedauert? 5 Jahre?

Also man kann den Leuten in Finnland nicht nachsagen, dass sie nicht wissen, was sie da tun.
Das Video lohnt sich anzusehen - unter dem Aspekt auch mehrmals.


persönliche Notiz:
Wie bekomme ich meine Firma dazu, ein solches Handy zu testen? ;-)

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