Mittwoch, 16. Mai 2012

Der Kampf mit der Analogkamera

Die Aktion der Analoge Digitalfotografen ist für mich schon etwas länger in die zweite Runde gegangen. Das heißt, ich habe das Digitalfoto meiner Wettbewerbspartnerin erhalten und muss es jetzt analog nachfotografieren. Das Bild spare ich mir hier. Es gehört dem Projekt.
Damit stellte sich das erste Problem. Welche Kamera nehmen? Ich bin normalerweise nicht mehr analog unterwegs. Und so muss ich erst einmal suchen gehen. Rollei 35 (mit der ich aufgewachsen bin) oder lieber die Pentax Z-10 (eine einfache SLR und die letzte analoge, die ich gekauft habe)?
Irgendwie kam mir das nicht angemessen vor. Es geht - für mich - nicht darum, ein Digitalfoto quasi 1:1 in analog zu kopieren. Das wäre bei meiner Vorgabe nur eine Frage des richtigen Films und des richtigen Himmels. Da sollte etwas ausgefalleneres her.
Da gab es noch eine alte Rolleiflex 3,5F (Rollfilm Doppellinser mit Schachtsucher) bei meinem Vater. Das hätte doch was. Also zu meinen Eltern gefahren und einmal nachgefragt. Und so liegt jetzt bei mir eine Rollfilmkamera.
Moment. Rollfilm! Wo bekommt man den denn noch? Ich muss sagen, ich war baff erstaunt, dass es in Kiel noch mindestens 3 Läden gibt, die solche Filme verkauft und auch entwickeln.
Einen S/W- und einen Farbfilm wollte ich testen. Nun ist die Kamera seit mindestens 40 Jahren nicht mehr benutzt worden. Der Verschluss hat das nicht so recht überstanden. Und so war der S/W-Film schon fast durch, bis der Verschluss wieder das tat, was er sollte: schließen. Ich werde die Kamera wohl mal wieder häufiger nutzen, damit die Sache rund läuft.
Nächstes Problem: Belichtungsmesser mit Seleenzelle. Klappt das? Die Nadel schlägt wenigstens aus. Vorsichtshalber habe ich mir eine passende App fürs iPhone besorgt. Und dann bin ich losgezogen.
Und dann merkt man doch, wie leicht wir das heute haben. Lichtstärke des Suchers? Vergiss es. Kamera ausrichten? Bei einem Seitenverkehrten Bild gar nicht so einfach. Alternativ kann man das Bild auch noch auf dem Kopf gestellt bekommen. War ich froh, das ich ein Stativ dabei hatte. Jetzt noch ein paar Bilder schießen. Da die beiden Belichtungsmesser (Kamera und iPhone) sich nicht einigen konnten, war das auch notwendig. Also habe ich eine ganze Belichtungsreihe geschossen (mit einem Verschlussaussetzer - es wird besser).
(c) Ehrhardt Petter
Den Film habe ich gleich zum Entwickeln gebracht und mittlerweile auch wieder in meinen Händen. Und jetzt das nächste Problem. Meine Scanner sind dafür nicht gut genug... Das wird mich noch etwas beschäftigen. Aber die Negative sehen erstaunlich gut aus. Das macht Hoffnung.
Das iPhone-Foto durch den "Sportsucher" wird wohl nicht ausreichen.
Naja, bis zum 10.Juni habe ich ja noch Zeit.

persönliche Notiz:
Nächstes Mal wird die Ausrüstung vorher auf Funktionstüchtigkeit geprüft...


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