Dienstag, 26. Juni 2012

Blitzen beim Laufen/Radfahren - ein NoGo für uns

Gerade schaue ich meine Notizen zu den letzten Sportveranstaltungen durch. Und dort steht bei den Problemen "Blitz".

Hintergrund: Ich war jetzt die letzten 4 Wochenenden als Kampfrichter auf Triathlons unterwegs. Und jedesmal habe ich Leute mit großen DSLR-Kameras, dicken und teuren Objektiven und großem Systemblitz bzw. Aufsteckblitzen gesehen. Vielleicht ist es mir früher nicht aufgefallen. Aber ich habe das Gefühl, diese Fotografen stellen die Blitze gar nicht mehr ab. Und dabei denken sie sich nichts dabei, den Athleten aus 2m Entfernung mitten ins Gesicht zu blitzen. Muss das sein?

Für die Athleten ist das mindestens störend; beim Radfahren auch nicht ungefährlich.

Dabei ist ein Blitz gar nicht nötig. Ich habe mich probeweise einmal mit dem Handy ohne Blitz daneben gestellt. Es sind gute bilder dabei heraus gekommen.

Daher mein Empfehlung für alle, die beim Laufen, Radfahren und ähnlichen Sportarten fotografieren wollen: Lernt mit "Available Light" umzugehen.

Die Sportarten finden fast immer draußen statt. Da ist es hell genug - selbst bei strömendem Regen, wie das letzte Wochenende zeigte. Und wer seine Kamera beherrscht, sollte dort keinen Blitz benötigen. Das heißt in der Praxis natürlich:
  • Automatikprogramme, die den Blitz selbständig auslösen, sind zu vermeiden. Die Einstellung S/Tv arbeitet zuverlässig genug.
  • Wenn man auf die Motivprogramme zurückgreifen will, sollte wenigstens sicher sein, dass der Blitz nicht auslöst.
  • Macht vorher ein Probebild mit einer Testperson. Die findet sich schon. Passt die Beleuchtung des Sportlers/der Testperson per Beleuchtungskorrektur (+/- Taste) an.
  • Wenn es wirklich einmal dunkel wird, drehteinfach etwas an der ISO-Einstellung. Oder wählt gleich die ISO-Automatik - obwohl ich persönlich nicht so ganz warm damit werde.
  • Keine Angst vor überstrahlten Hintergründen. Es geht doch im Bild um den Athleten und nicht um die Landschaft. Also was kümmert mich die perfekte Abbildung der Landschaft.
  • Ein lichtstarkes Objektiv hilft. Das muss kein teures 70-300mm/2.8 sein. Die bezahlbare Festbrennweite 85mm/1.8 an einer Crop-Kamera hätte für über 90% unserer Sportfotos vollkommen ausgereicht. (steht noch auf der Anschaffungsliste)
  • Lasst eure Blitze zuhause. Dann kommt man nicht in Versuchung. Die Athleten werden euch das Blitzlicht nicht "danken".
Wir sind übrigens immer ohne Aufsteckblitz unterwegs. Probleme hatten wir deswegen nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen