Mittwoch, 6. Juni 2012

Hobbyfotograf im Stress

O.K. die Überschrift ist irgendwie ausgelutscht. Aber etwas Besseres fiel mir nicht ein.
Das letzte Wochenende war ausgefüllt mit dem Fotografieren auf zwei Sportveranstaltungen.
Triathlon in Rendsburg und Laufevent in Gettorf (mit circa 1000 Startern).
Ziel für uns war es, die Sportler einmal durchgehend abzulichten.

Beim Schwimmen ist es ja noch einfach. (c) Ehrhardt Petter


Insgesamt über 3000 Bilder haben wir nach Hause gebracht. Und die wollen gesichtet, evtl. korrigiert und veröffentlicht werden.
Ich weiß nicht. Vielleicht sind wir da zu pingelig. Aber ich sehe mir jedes Bild an.
Unschärfe, merkwürdige Hintergründe oder unzumutbare Grimassen sind ein Grund, die Bilder zu entsorgen. Dubletten und Serienbilder mit faktisch gleichem Inhalt erleiden dasselbe Schicksal. Das dauert. Und es bleiben immer noch genug Bilder übrig, bei denen wir ein Auge zudrücken.
Nun habe ich mich versucht, schlau zu machen. Wie lösen die Profis in dem Gewerbe das. Und da hört man dann regelmäßig: Das Bild wird direkt hochgeladen.
Haben die keine Sportler, die im falschen Moment hechelnd die Zuge herausstecken? Oder erkennen die das schon vorher? Oder löschen sie das direkt? Und wie geht das, wenn die Leute massenweise kommen?
Also ich glaube ja nicht so ganz an die Aussage. Zu lange habe ich in der Vergangenheit selber auf Bilder gewartet. Irgendwie wirft das Thema doch eine ganze Reihe Fragen auf. Mal sehen, wann ich das nächste Mal die Gelegenheit dafür habe. Auf alle Fälle werden wir das eher mit kleineren Veranstaltungen machen. Denn auf die Kontrolle wollen wir erst einmal nicht verzichten.

Jetzt sind noch 1500 Bilder vom Gettorflauf zu sichten. Im Ergebnis werden wohl knapp 1500 Bilder übrig bleiben. Das bedeutet mindestens zwei lange Abende.
Darunter leidet natürlich der Blog, der Upload der iPhone-Bilder (ja ich mache noch täglich eins) und andere Projekte.
Also ein Traumberuf ist das Leben als Sportfotograf wohl nicht. Eher Hektik pur.

Und wen es interessiert:

In Rendsburg war ich alleine. Die Fotos entstanden eher spontan - allerdings durch den Veranstalter genehmigt. Dort konnte ich in der Wechselzone direkt am Ausgang zur Radstrecke und Laufstrecke fotografieren. Das ist für normalerweise nicht möglich, da die Wechselzone nur durch Helfer und Athleten betreten werden darf.
Ausrüstung, die zum Einsatz kam:
- Nikon D300
- Nikkor 35-70mm/1:2,8

In Gettorf waren wir als Duo unterwegs. Wir waren von Veranstalter gefragt worden, ob wir fotografieren würden. Nachdem wir den Zeit- und den Streckenplan genau geprüft hatten, haben wir uns strategisch auf 4 Punkte verteilt  - nacheinander natürlich. So konnten wir den Hauptlauf dreimal fotografieren; haben aber auch vom Rest nur wenig verpasst. Die Besetzung mit zwei Leute war hier schon knapp.
Die Bedingungen waren eher ungünstig, da es sehr sonnig war - unterbrochen von ein paar Wolken. Die schoben sich gerne mal vor die Sonne, wenn zum Anpassen der Einstellungen keine Zeit war.
Ausrüstung, die zum Einsatz kam:
- Nikon D300
- Nikon D7000
- Nikkor 35-70mm/1:2,8
- Nikkor 55-200mm/1:3,5-5,6
- Sigma 120-300mm/1:2,8
Die Objektive haben wir zwischendurch untereinander getauscht.

Perönliche Notiz:
Ich muss mal die Bilder von meinen Läufen sichten, wie das da aussieht.

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