Freitag, 15. Juni 2012

Megazooms - der neue Hype?

Tamron hat es vorgemacht. Nikon zieht jetzt offensichtlich nach. Sie bauen ein Superzoom. Das sind Zoomobjektive mit großem Zoombereich. Im Fall von Tamron geht es um einen Brennweitenbereich von 18-270mm (Details). Nikon legt jetzt noch etwas drauf: 18-300mm (Details).
Die Zielgruppe ist klar. Dafür werden sich vor allem die interessieren, die mit möglichst wenig Equipment auskommen wollen oder müssen. Der Prozentsatz der Einsteiger - im weitesten Sinne - dürfte hier recht hoch sein. Darauf weißt schon die Rubrik: "Passt dazu". Dort findet sich eine Nikon D3200.
Auf der anderen Seite wird der Startpreis für das neue Nikon Objektiv mit 999€ angegeben. Das ist nicht gerade das Billigteil. Wenn die Linse etwas taugen soll, ist ein solcher Preis auch notwendig.

Aber wieso kauft man dann nicht die handlichen Bridgekameras? Für Einsteiger ist sie eh einfacher zu verstehen und zu handhaben. Der Bedarf, das Objektiv zu wechseln, dürfte sich bei dem Zoombereich stark reduzieren. So schlecht sind die Bilder der Bridgekameras nicht. Und der Preis dürfte sich auf alle Fälle halbieren.

Ich befürchte, hier wird ein neues Schlachtfeld der Kameraindustrie aufgemacht. Statt Megapixel und ISO kommt jetzt die Megazooms. DSLR-Gehäuse und ein solches Objektiv sind die Angebote an Amateure, die etwas mehr wollen. Das macht auch schon etwas mehr her, als eine Kompaktkamera.

Andererseits kann es auch ein Zeichen für erste Konsolidierungsbestrebungen im Kameramarkt sein. Nachdem in den letzten Jahren die Bandbreite der Kameras eher größer wurde, fasst man - hier also Nikon - jetzt Bereiche zusammen. Statt aufwendige Bridgekameras mit großem Zoom, erweitert man bestehende Produkte um eine passende Optik.

Ich denke, hier zeichnet sich eine spannende Entwicklung ab. Mal sehen, was die anderen Kamera- und Linsenhersteller in Kürze herausbringen.

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