Donnerstag, 12. Juli 2012

Gestern gab es einen Fotobooth ...

... und ich habe wieder einiges dazugelernt.
Also gestern habe ich ein Footbooth im Rahmen eines kleinen Jugendtreffens durchgezogen.
Die Jugendlichen (12-14 Jahre), die mitgemacht haben, waren begeistert. Allerdings ist es in dem Alter nicht jedermanns/frau Sache, sich vor der Kamera zu produzieren. Einige fremdelten geradezu. Aber das wird es wohl auch bei Erwachsenen geben. Das muss man dann so hinnehmen.

Doch daneben sind trotz Vorbereitung so einige neue Aspekte aufgetreten:
Das fängt schon einmal mit der Absprache an. Offensichtlich hatten sich die Leiter des Camps nicht so recht Gedanken gemacht, worum es eigentlich geht. Das führte zu Missverständnissen, wie "Ich dachte wir machen das draußen mitten auf der Wiese". Letzteres wäre sicherlich auch gegangen. Aber darauf war ich jetzt nicht vorbereitet (Feuchtigkeitsfeste Kabel usw.).
(c) Ehrhardt Petter
persönliche Notiz: Man muss dem Veranstalter schon sehr genaue erklären, worum es beim Foobooth geht - wenn er das nicht kennt. Und zwar genauer, als das für andere Fotothemen nötig ist.

So musste ich mir in dem Versammlungsraum erst einmal einen Platz suchen. Kamera und Blitze standen dann zwischen den Sesseln an der Wand. Irgendwie habe ich es hinbekommen. Aber es kostet deutlich mehr an Zeit für den Aufbau. Statt der 20-30min, die ich in einer Halle brauche, waren es hier fast eine Stunde. Kinder sind übrigens begeisterte Helfer - manche wenigstens.
persönliche Notiz: Entweder den Ort vorher besichtigen oder viel Zeit im Vorfelde mitbringen.

(c) Ehrhardt Petter
Da die Blitze eher nach Sicherheitsgesichtspunkten statt nach optimaler Ausleuchtung aufgestellt wurden, stellte ich fest, dass 200Watt Geräte doch schon einmal etwas schwächlich wirken können. Unter normalen Umständen wäre das sicher auch noch kein Problem gewesen. Aber da hier die Kamera auf Blende 11 steht, um die Tiefenschärfe zu erreichen, kamen die Blitze an ihre Grenzen. Auch ISO 800 half mir nur bedingt. Letztendlich habe ich einen Systemblitz zusätzlich an den zu dunklen Studioblitz getapet. Da der Funkauslöser noch einen freien Blitzschuh hatte, war die Auslösung kein Problem. Ein Mini-Softbox sorgte dafür, dass das Licht nicht zu grell blendete. Das brachte dann das fehlende Quäntchen Licht.
persönliche Notiz: Klemme für die Befestigung des Blitz an einer (Stativ-)Stange besorgen. Ein zweiter Systemblitz steht eh schon aif der Anschaffungsliste. Mindestens ein größerer Blitzkopf kann auch nicht schaden.

Als Lichtformer habe ich zwei Reflektorschirme. Doch die haben eine Nachteil. Wenn der Blitz an der Wand steht, fehlt der nötige Rückraum. Ich habe den einen Blitz dann mit einem Durchlichtschirm ersetzt. Softboxen dürften hier mehr bringen, wenn die Blitzleistung stimmt. Das ist aber alles wieder eine Preisfrage. Ich werde mir das bei nächster Gelegenheit einmal ansehen.
persönliche Notiz: Da hätte ich doch schon was für den nächsten Workshop bei Paddy.

Ansonsten hat es technisch gut geklappt. Der Videokopf auf dem Stativ hat sich gegenüber dem Kugelkopf bewährt. Es ist gar kein Problem, die Perspektive zu ändern, wenn es Spiele in Bodenhöhe gibt.

Ein kleiner Fehler war die Auswahl des Objektivs. Ich habe mit 35mm gearbeitet, da ich damit die Hintergrundbreite genaue einfangen konnte. Ich hätte stattdessen auf 24mm gehen sollen um mehr Höhe einzufangen. Dann hätte ich zwar alle Bilder an den Seiten croppen müssen. Aber das geht in Lightroom mit wenigen Handgriffen. Und ich hätte weniger Arbeit an der Kamera gehabt bzw. Sprünge u.ä. besser eingefangen.

Auch der Datentransfer von der Kamera auf das Notebook klappte dank 11m USB-Kabel hervorragend. Mit dem Abstand kann man sich gut aus dem zentralen Getümmel entfernen. Was ich aber unterschätzt hatte, war das Thema Beamer. Zum einen fehlte eigentlich eine passende Projektionsfläche. Das war nun weniger schlimm. Eine etwas dynamischere Projektion schräg an die bunte Wand passte dann gar nicht einmal so schlecht.
Zum anderen war das Kabel zum Beamer mit seinen 2m zu kurz. Man ist zu unflexibel. Hier werde ich nachlegen müssen.
Apropos Beamer. Man sollte ihn nicht zu dicht an einem Blitz aufstellen. Offensichtlich mochte mein Beamer die Wärme nicht. Er ging plötzlich - zum Glück in einer Pause - in die Hitzeabschaltung. Nach Abkühlen und Repositionierung arbeitete er dann wieder.
persönliche Notiz: längeres VGA-Kabel besorgen. (Ja, ich habe nich kein HDMI...)

Und letztendlich war da noch das Problem, dass de Leiter sich noch nicht so ganz Gedanken gemacht hatten, wo es hingehen soll. Hier kann Beratung nicht schaden. Aber dazu werde ich mir in den nächsten Tagen erst Gedanken machen.

Jetzt werde ich meine Packliste aktualisieren und den Neuanschaffungsetat einmal auf seine Belastbarkeit überprüfen.

Insgesamt bin ich mit dem Verlauf sehr zufrieden.
Größer Pannen blieben aus. Die Kinder haben sich überwiegend amüsiert. Die Betreuer waren zufrieden. Und ich habe wieder etwas gelernt. Was will man mehr.

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