Donnerstag, 12. Juli 2012

HS-Aufgabe: Schritt

(c) Ehrhardt Petter
Happy Shooting stellt circa alle zwei Podcasts eine Aufgabe. Diesmal war es "Schritt". Nach etwas Abstinenz wollte ich mich doch daran mal wieder beteiligen. (Ergebnis: Link)

Schritt... hat mit gehen zu tun. Mit schreiten. Mit einen Weg zurück legen.
Einen Schritt machen. In die richtige oder falsche Richtung. Der einzelne Schritt als Dynamik.
Viele Schritte als Symbol seinen Weg zu finden.

Folgende fotografische Ideen hatte ich dazu:
1. Läufer macht seinen letzten (Lauf-)Schritt über die Ziellinie
2. Der erste Schritt einer Menschenmenge auf die Straße, wenn ihre Ampel auf grün schaltet.
3. Schritte einen Weg herab

Die erste Idee ergab sich, da ich gerade keinen Zieleinlauf zur Hand hatte. Das Bild hätte die Schritte auf der Linie gezeigt. Dahinter wäre der Einlaufkanal zu erkennen gewesen.

Die zweite Idee hätte ich gerne umgesetzt. Aber das Wetter war unpassend. Ich hätte erst einmal eine passende Ampel finden müssen. Es hätten dort viele Menschen warten sollen. Ein hoher Kantstein wäre wünschenswert. Bei abgesenkten Kantsteinen geht der Effekt doch etwas verloren. Und dann hätte einiges an Bastelarbeit dazu gehört. Immerhin wollte ich nicht alle Leute um Erlaubnis fragen. Da nur die Füße aufs Bild sollten, wäre das nicht nötig. Aber im Rinnstein liegend fällt man dann doch etwas auf. Wahrscheinlich hätte ich mir etwas mit einem Spiegel einfallen lassen.

So blieb die Idee, den beschrittenen Weg darzustellen. Tatsächlich hatte ich dazu schon einmal eine Lösung, als ich mit dem Thema "Pfade und Wege" gearbeitet habe.
Ein Stück des Weges wird "Schritt für Schritt" zusammengesetzt. Der Weg wird von oben fotografiert. Dabei ist in jedem Bild ein Fuß von mir zu sehen. Ich fotografiere also meine Schritte einzeln.
Anschließend werden die Bilder zu einem Großen zusammengesetzt.

Es ist gar nicht so einfach, einen passenden Untergrund zu finden. Ich habe mehrere Möglichkeiten ausprobiert. Zu viel grobe Struktur zwingt einen dazu, das Bild präzise zusammen zu setzen. Aber die kleinen Unregelmäßigkeiten beim Zusammenbau sind ein für mich wichtiger Bestandteil des Bildes. Plattenwege sind hier ungeeignet. Andererseits muss auch ein Bezug da sein, dass den "Fortschritt" - ach, da hätte ich doch gleich noch ein Idee für die Aufgabe - zeigt. Der Wegrand ist ein guter Bezug. 
Letztendlich habe ich mich für die Straßenkante auf einem Parkplatz entschieden.

Nächstes Problem: Die Belichtung. Ich war an einem Tag unterwegs, an dem die Wolken regelmäßig die Sonne bedeckten. Das bedeutete starke Helligkeitsschwankungen. Ich habe die Kamera manuell eingestellt und die natürlichen Helligkeitsunterschiede als Bildelement akzeptiert. Es unterstreicht den Kollagecharacter noch zusätzlich. Es sind 4 Serien mit je 14 Bildern entstanden. Die mit den geringsten Unterschieden habe ich ausgewählt.

Die Bilder wurden nur gecropt, so dass der Fuß jeweils auf einer Seite lag. Ein quadratischer Crop war hier optimal. Anschließend habe ich die Einzelbilder in Inkscape zusammengesetzt. Das ist zwar ein Vektorzeichenprogramm. Aber man kann die Bilder hervorragend darin anordnen, drehen, scalieren usw. Das geht wahrscheinlich auch in Photoshop oder Gimp. Aber mit Inkscape kenne ich mich besser aus.
Anschließend wurde das Ergebnis als PNG exportiert (Inkscape kann nichts anderes) und mit GIMP in JPEG konvertiert.

Die Lücken habe ich ganz bewusst gelassen. Der Ursprung des Bildes bzw. die Bearbeitung sollte erkennbar bleiben.

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