Samstag, 28. Juli 2012

Kamera mit Touchscreen - Canon IXUS 510HS

(c) Canon Deutschland
Wie schon im letzten Post erwähnt, habe ich zur Zeit eine Canon IXUS 510HS zu Testzwecken auf dem Schreibtisch liegen.

Als Besonderheit besitzt diese Kamera ein Touchscreen. Das Touchscreen füllt fast die gesamte Rückseite. Konsequenterweise erfolgt die Bedienung darüber. Die Anzahl der Schalter ist stark reduziert: An/Aus, Wiedergabe, Auslöser und Zoomsteuerung - das war es dann auch schon.

Eigentlich interessiert mich diese Art vom Kamera ja weniger. Da aber der Trend auch bei Systemkameras immer mehr zum Touchscreen geht, habe ich mir die Bedienung einmal genauer angesehen. Und um es einmal kurz zu erwähnen. Technisch hatte ich an dem Modell wenig auszusetzen. Als Point and Shoot-Kamera machte sie einen guten Eindruck. Allerdings war die Analyse bestenfalls oberflächlich.

Meine ersten Bedenken gingen in Richtung in der Hand halten. Beim iPhone habe ich immer das Problem, dass man nirgendwo richtig zupacken kann. Entweder trifft man das Touchscreen oder hängt vor der Linse. Und diese gezierte Haltung zwischen zwei Fingern ist nicht mein Ding. Sie ist mir zu wackelig.
Da die IXUS 510HS aber zweieinhalb mal so dick ist und das Objektiv vorne in der Mitte sitzt, waren die Bedenken unbegründet. Auch wenn man hier ebenfalls ebenfalls etwas mit dem Touchscreen aufpassen muss, lässt sie sich wesentlich besser halten. Dazu kommt der Auslöser an der Oberseite. Er lässt sich besser erreichen als ein Knopf am Rande des Touchscreens.

Alle Einstellungen erfolgen über das Touchscreen. Es bedeckt - wie schon gesagt - die gesamte Rückseite. Neben dem Bild befinden sich an beiden Seiten mehrere Schaltflächen. (Die Darstellung lässt sich natürlich anpassen.) Problem Nummer eins dieser Kamera: Der Touchscreen ist zu unempfindlich. Ich muss schon recht kräftig draufdrücken. Auch die Scrollbalken, die es ab uns zu gibt, und die Wischfunktion arbeiten deswegen unzuverlässig. Das stellt das Konzept an sich ziemlich in Frage. Eine schnelle zuverlässige Bedienung ist etwas anderes.

Außerdem tritt ein weiteres Problem auf, dass jeder Smartphonebenutzer kennt. Der Bildschirm verschmiert recht schnell. Da er gleichzeitig als Sucher fungiert, gibt es bei stärkerem Sonnenlicht dann Probleme. Hier werden die Hersteller sich noch etwas einfallen lassen müssen.

Im Großen und Ganzen deckt sich das mit meinen Beobachtungen an anderen Kameras mit Touchscreen. Bis das Problem gelöst wird, hat die Option Touchscreen für mich eher Spielzeugcharacter. Dennoch ist es eine Option, die sich sicher durchsetzen wird. Denn wer nur eine Shoot and Point-Kamera braucht, wird sich über das größere Display freuen. Es ist gerade einmal 10% kleiner, als das des iPhone4. Die Kamera insgesamt ist dabei ein viertel kleiner.

Und noch etwas über das die Entwickler einmal nachdenken sollten. Die IXUS benutzt Mikro-SD-Karten. Was passiert, wenn die beim Wechsel einmal hinunterfallen? Dann kann man nur hoffen, dass man nicht gerade im hohen Gras steht. Eine normale SD-Karte ist hier sicherer in der Handhabung.

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